Information zum Beratungstermin

Werte Einwohner,

die Kernenergienutzung in Deutschland wird nach etwa sechs Jahrzehnten in spätestens zwei Jahren beendet. Bis ein aufnahmebereites Endlager für die angefallenen hochradioaktiven Abfälle zur Verfügung steht, werden jedoch ebenfalls noch mehrere Jahrzehnte benötigt, die auch von komplexen fachlichen Diskussionen und intensiven öffentlichen Debatten geprägt sein werden. Die kaum fassbare Aufgabenstellung lautet, den Standort in Deutschland mit der bestmöglichen Sicherheit für einen Zeitraum von einer Million Jahren zu ermitteln.  
Im September 2020 hat die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) auf Grundlage verfügbarer geowissenschaftlicher Daten Teilgebiete ausgewiesen, die aus Sicht der BGE günstige geologische Eigenschaften für die Errichtung eines Endlagers erwarten lassen. Geowissenschaftliche Daten waren der BGE unter anderem vom Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) sowie vom Sächsischen Oberbergamt zur Verfügung zu stellen. Im Ergebnis sind laut dem von der BGE veröffentlichten „Zwischenbericht Teilgebiete“ mit etwa 64 Prozent der Landesfläche sämtliche Landkreise und alle kreisfreien Städte in Sachsen von mindestens einem Teilgebiet berührt.
Das Standortauswahlgesetz sieht vor, dass der Zwischenbericht Teilgebiete nunmehr durch eine Fachkonferenz inhaltlich erörtert wird. Daran mitwirken sollen Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreterinnen und Vertreter der Gebietskörperschaften der Teilgebiete und von gesellschaftlichen Organisationen sowie aus der Wissenschaft. Die Ergebnisse der Beratungen sollen in die weitere Arbeit der BGE einfließen. Insbesondere sind sie bei der anstehenden Eingrenzung der Teilgebiete auf oberirdisch zu erkundende Standortregionen zu berücksichtigen.
Vor diesem Hintergrund ist eine breite, fachlich profunde Beteiligung sächsischer Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Fachkonferenz von großer Bedeutung.

Aus diesem Grund finden Sie hier die Einladung zur Fachkonferenz.

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