Der Vorstand der Teilnehmergemeinschaft Arnsfeld informiert:

Für das Jahr 2020 plante der Vorstand der Teilnehmergemeinschaft Arnsfeld die Umsetzung der ersten großen Wegebaumaßnahme im Flurbereinigungsverfahren, den „Leichenweg nördlicher Abschnitt“. Der Baubeginn war für den April 2020 geplant. Durch die Widersprüche des Naturschutzverbandes Sachsen e.V. (NaSa) gegen die Genehmigung des 1. Teilplans des Wege- und Gewässerplanes und gegen den Entzug von Besitz und Nutzung der zum Wegebau benötigten Grundstücksfläche konnte erst im September 2020 mit dem Bau begonnen wer-den.
Die von der Teilnehmergemeinschaft Arnsfeld beantragte sofortige Vollziehung der Plangenehmigung und des Besitzentzuges wurde zwischenzeitlich durch das Sächsische Oberverwaltungsgericht bestätigt.

Durch den verspäteten Baustart im September konnte der Ausbau des „Leichenweges nördlicher Abschnitt“ nicht bis Jahresende abgeschlossen werden. Ab dem 21.12.2021 wurde die Baustellentätigkeit eingestellt. Zu diesem Zeitpunkt war die ungebundene Tragschicht fertiggestellt und die Rohrdurchlässe eingebaut. Die Baustelle wurde gesichert.

Ab Ende März 2021 wurden die Arbeiten wiederaufgenommen. Am 07.06.2021 erfolgte die Fertigstellung und Abnahme der Wegebaumaßnahme. Die Planungs- und Baukosten werden ca. 530 T€ betragen. Die Teilnehmergemeinschaft erhält für diese Baumaßnahme aus der Richtlinie Ländliche Entwicklung (RL LE/2014) ca. 450 T€ Fördermittel. Der verbleibende Eigenanteil von ca. 80 T€ wird anteilig von der Gemeinde Mildenau, der Agrargenossenschaft Arnsfeld e.G. und der Teilnehmergemeinschaft Arnsfeld getragen.  

Der hergestellte „Leichenweg nördlicher Abschnitt“ bleibt zwar zukünftig als Feld- und Waldweg dem land- und forstwirtschaftlichen Verkehr vorbehalten, einer Nutzung durch jedermann zu Fuß oder mit dem Rad steht jedoch nichts entgegen.

Im Herbst 2021 werden die abschließenden Abmarkungs- und Vermessungsarbeiten erfolgen. Die angrenzenden Grundstückseigentümer erhalten die Möglichkeit die Abmarkungsarbeiten selbst durchzuführen und damit ihre Eigenleistungsbeiträge zu senken.

Ein wesentlicher Mangel an der Bauleistung „Leichenweg nördlicher Abschnitt“, der direkt nach der Asphaltierung festgestellt wurde, ist die hergestellte Fahrbahnbreite stellenweise 3,80 m bis 3,90 m. Geplant und beauftragt wurde eine Breite vom 3,50 m. Der Vorstand wird diese Mehrbreite nicht vergüten.
In diesem Zusammenhang wird, auch vorausschauend auf die weiteren geplanten Wegebaumaßnahmen, auf die Planung und Ausführung der Wege entsprechend der „Richtlinie für den Ländlichen Wegebau (RLW)“ hingewiesen. Die Einhaltung dieser Richtlinie ist zwingende Voraussetzung für den Erhalt von Fördermitteln.
Der Regelquerschnitt eines Hauptwirtschaftsweges, wie z. B. der Leichenweg, sieht eine Fahrbahnbreite von   3,50 m, befahrbaren Seitenstreifen (Bankette) von mindestens 0,75 m und bei Bedarf Wegseitengräben vor. Die Gesamtbreite des Weges beträgt damit ca. 8,00 m.
Der Wegseitengraben dient, neben der Aufnahme der Niederschläge der Fahrbahnoberfläche, der Ableitung des Oberflächenwassers der landwirtschaftlichen Seitenflächen. Damit werden ein Überspülen und eine Verschmutzung bzw. Beschädigung des Wegekörpers verhindert. Damit der Wegekörper dauerhaft trocken und stabil steht, muss die Grabensohle 0,2 m unter dem Wegeplanum liegen. Die Grabenböschungen sind mit einer maximalen Neigung von 1:1,5 anzulegen. Bei steil anstehendem Gelände, wie bereichsweise am Leichenweg, ergeben sich damit feldseitig entsprechend hohe Böschungen.

Parallel zur Fertigstellung des nördlichen Abschnittes erfolgte die Ausführungsplanung für den mittleren Abschnitt des „Leichenweges". Unter der Voraussetzung bereitstehender Fördermittel soll dieser ca. 1,00 km lange Teil noch in 2021 öffentlich ausgeschrieben und ab April 2022 ausgebaut werden. Die Kosten für diesen Abschnitt betragen derzeit ca. 450 T€. Komplettiert wird der „Leichenweg“ dann in den Folgejahren mit dem südlichen Abschnitt und der Ortsanbindung. Als Ausgleich für den Eingriff in die Natur infolge des Wegebaus wird der nicht mehr benötigte Triebweg parallel zum Leichenweg entsiegelt. Auf dieser Fläche wird eine Baumreihe mit Trocken- und Halbtrockenrasen angelegt.

Der dafür notwendige 15%ige Eigenanteil der Teilnehmer ist durch die 2018 durchgeführte Beitragseinhebung ge-deckt. Der Kassenstand der Teilnehmergemeinschaft beträgt aktuell ca. 60 T€.

Bei Fragen stehen als Ansprechpartner bereit:

Vorstandsvorsitzender:
Marco Drechsel    Tel.: 03735/601 6272
Stellvertreter des Vorsitzenden:
Tobias Hanf    Tel.: 03735/601 6270
E-Mail:    SG334@kreis-erz.de    

 

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